Wofür sind Schaltwerksrollen da
Das Schaltwerk hinten hat zwei kleine Zahnräder, die man Rollen nennt (auf Englisch "jockey wheels"). Das sind Verschleißteile, die man oft übersieht, aber die direkt auf die Schaltqualität auswirken.
- Die obere Rolle (Leitrolle / G-pulley): Das ist diejenige, die dem Zahnkranz am nächsten ist. Sie führt die Kette zum richtigen Ritzel. Bei neueren Shimano-Schaltwerken hat sie ein geringes, absichtliches Seitenspiel, um den Schaltvorgang zu erleichtern
- Die untere Rolle (Spannrolle / T-pulley): Sie hält die Kettenspannung. Sie dreht sich frei und hat kein Seitenspiel
Wann man sie wechselt
Die Rollen verschleißen allmählich. Hier sind die Anzeichen, auf die du achten solltest:
- Spitze oder haiartig geformte Zähne: Neue Zähne sind symmetrisch und abgerundet. Wenn sie spitz oder asymmetrisch werden, sind sie hinüber
- Zu viel Seitenlpiel: Ein leichtes Spiel auf der Leitrolle ist normal (besonders bei Shimano). Aber wenn du sie um mehr als 1-2 mm seitwärts bewegen kannst, ist sie verschlissen
- Geräusche: Ein Klicken oder Quietschen, das verschwindet, wenn du aufhörst zu treten, kommt oft von den Rollen
- Ungenaue Schaltung: Abgenutzte Rollen erzeugen Spiel in der Kette, was die Übertragung beeinträchtigt und die Gänge schalten nicht sauber
Im Durchschnitt halten Rollen 10 000 bis 15 000 km je nach Bedingungen. Bei Regen und Schlamm (MTB, Gravel) eher 5 000-8 000 km.




