Paris-Roubaix: Die Königin der Klassiker
Paris-Roubaix ist ein besonderes Rennen in der Welt des Radsports. Unter dem Namen "Hölle des Nordens" bekannt, wird es jeden Frühling über etwa 260 km zwischen Compiègne und dem Velodrom von Roubaix ausgetragen. Was macht es einzigartig? Die 55 km Pflasterstrecken, verteilt auf etwa dreißig Abschnitte, klassifiziert von 1 (am schwierigsten) bis 5 Sternen.
Die mythischen Pflasterstrecken
La Trouée d'Arenberg
Die gefürchtetste Strecke: 2,4 km Pflastersteine in gerader Linie durch eine Waldschneise. Die Pflastersteine sind unregelmäßig, durch Zeit und Wetter verformt. Die Geschwindigkeit erreicht hier 45 km/h trotz extremer Vibrationen. Hier richten Reifenpannen und Stürze die meisten Schäden an.
Le Carrefour de l'Arbre
15 km vor dem Ziel ist diese 5-Sterne-Strecke oft entscheidend. Nach 240 km Rennen sind die Beine schwer, und die unregelmäßigen Pflastersteine bestrafen Platzierungsfehler. Dies ist der letzte Ort, an dem die Favoriten angreifen können.
Mons-en-Pévèle
Eine technische 3-km-Strecke mit engen Kurven und schlammigen Pflastersteinen. Der Schlamm sammelt sich in den Schaltungskomponenten an und verwandelt das Fahrrad in eine Komponenten-Zermalmungsmaschine.
Dein Fahrrad für die Pflasterstrecken vorbereiten
Die mechanische Vorbereitung ist entscheidend, um die Pflasterstrecken zu überstehen. Hier sind die Einstellungen, die von Profis angewendet werden:
| Einstellung | Normale Straße | Paris-Roubaix |
|---|---|---|
| Reifen | 25–28 mm | 30–32 mm tubeless |
| Druck | 6–7 bar | 4–4,5 bar |
| Lenker | Klassisches Band | Doppelschicht + Gel-Pads |
| Sattelstütze | Steifes Karbon | Gefederte oder Karbon-Flex-Stütze |
| Schaltung | Standard | Schaltwerk-Schutz, verstärkte Kette |




