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Freilauf vs. Kassette: Den Unterschied verstehen und die richtige Wahl treffen

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Max
3 min25. Februar 2026
Freilauf vs. Kassette: Den Unterschied verstehen und die richtige Wahl treffen

Zwei Systeme, ein Ziel

Freilauf und Kassette erfüllen die gleiche Funktion: Sie übertragen das Treten auf das Hinterrad und ermöglichen es dir, im Leerlauf zu rollen, wenn du aufhörst zu treten. Mechanisch sind sie jedoch zwei völlig unterschiedliche Welten.

Der Freilauf ist ein monolithischer Block, der sich direkt auf die Nabe aufschraubt. Der Freilaufmechanismus (die Sperrklinken, die "klick-klick" machen) ist in den Zahnkranzblock integriert. Du findest ihn bei Fahrrädern mit 1 bis 7 Gängen, hauptsächlich bei preisgünstigen Modellen, Cityrädern und Vintage-Fahrrädern.

Die Kassette ist ein Satz einzelner Zahnkränze (oder verniete Gruppen), die sich auf einen gerillten Freilaufkörper (Freehub Body) schieben lässt. Der Freilaufmechanismus sitzt in der Nabe, nicht in den Zahnkränzen. Das ist der Standard für 7 bis 12 Gänge bei allen hochwertigen Fahrrädern.

Wie man sie optisch unterscheidet

Die einfachste Methode: Schau dir die Mitte deiner hinteren Zahnkränze an.

  • Freilauf: Du siehst eine gezahnte Zentralmutter (oft mit zwei Kerben) oder manchmal ein glatte Bohrung. Das Abzugswerkzeug ist ein Freilaufzieher, der sich in diese Kerben einfügt
  • Kassette: Du siehst einen gerillten Verschlussring (Lockring). Das Abzugswerkzeug ist ein Lockring-Schlüssel (kompatibel mit Shimano HG oder SRAM XD je nach Standard)
Tipp: Wenn du die Zahnkränze mit der Hand in die entgegengesetzte Richtung drehst, dreht sich bei einem Freilauf der gesamte Block. Bei einer Kassette drehen sich nur die Zahnkränze und der Freilaufkörper klickert in der Nabe.

Warum die Kassette den Freilauf ersetzt hat

Die Kassette setzte sich aus mehreren technischen Gründen durch:

  • Steifigkeit der Achse: Bei einem aufgeschraubten Freilauf wird die Achse nur auf einer Seite des Zahnkranzblocks gestützt. Folge: Die Achse bricht häufig auf der rechten Seite (die berühmte "gebrochene Hohlachse"). Bei einer Kassette liegt das rechte Lager näher am Rahmen, die Achse wird besser gestützt
  • Anzahl der Gänge: Bei mehr als 7 Zahnkränzen wird der Freilauf zu breit und die Achse zu fragil. Die Kassette ermöglicht 8, 9, 10, 11 und sogar 12 Gänge
  • Wartung: Du kannst einen einzelnen Zahnkranz bei einer Kassette ersetzen. Beim Freilauf ist es alles oder nichts
  • Kompatibilität: Shimano HG (HyperGlide) Kassetten sind mit fast allen Freilaufkörpern auf dem Markt kompatibel. Die Standards sind klar definiert (HG, Micro Spline, XD/XDR)
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  • Freilauf: Freilaufzieher (FR-1.3 Park Tool oder gleichwertig) + 24-mm-Schraubenschlüssel. Du schraubst das Werkzeug in die Mitte, dann drehst du gegen den Uhrzeigersinn. Achtung, es sitzt oft sehr fest
  • Kassette HG: Kettenpeitsche + Lockring-Schlüssel (FR-5.2 Park Tool). Die Kettenpeitsche blockiert die Kassette, während du den Lockring abschraubst

Kann man von einem Freilauf zu einer Kassette wechseln?

Nein, nicht direkt. Die Nabe muss einen integrierten Freilaufkörper (Freehub Body) haben. Wenn deine Nabe für einen Freilauf gewindebohrung hat, musst du die komplette Nabe wechseln — also oft das ganze Rad. Ein Upgrade, das sich lohnt, wenn du auf 8 Gänge und mehr wechseln möchtest.

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